Der neue Vorstand der SPD Bensberg, Herkenrath und Moitzfeld: v.l: Sabine Mohr, Vera Werdes, Mariana Kriebel, Johann Dülken, Manuela Meißgeier, Erik Hammerström und Mirko Komenda

Die SPD-Stadtteil-Arbeitsgemeinschaft Bensberg, Herkenrath und Moitzfeld hat ihren Vorstand neu gewählt. Sie startet ins neue Jahr nun mit einem vergrößerten Vorstand.
Der bisherige Vorsitzende Johann Dülken wurden in seinem Amt als Vorsitzender der SPD Bensberg bestätigt und wird weiterhin von Manuela Meißgeier vertreten. Als Beistzer*innen wurden Vera Werdes, Mirko Komenda, Erik Hammerström, Sabine Mohr und Mariana Kriebel gewählt. Die beiden Sozialdemokratinnen Sabine Mohr aus Moitzfeld und Mariana Kriebel aus Bensberg verstärken nun als neue Vorstandsmitglieder das Team.


Die SPD Bensberg, Herkenrath und Moitzfeld plant viele neue Aktivitäten wie die Fortsetzung der Bürgersprechstunden auf dem Wochenmarkt in Bensberg und weitere Stadtteilbegehungen. Diese Projekte möchte der Vorsitzende Johann Dülken auch auf viele Schultern verteilen. „Alle SPD-Mitglieder machen das ehrenamtlich und sollen Spaß dabei haben, deshalb setze ich auf viele verschiedene Schultern“, begründet er die Entscheidung, den Vorstand zu erweitern. „Wenn viele helfen, dann bereitet das nicht nur den Büger*innen mehr Freude, sondern wir wachsen auch als Gruppe besser zusammen.“

Ich freue mich auf die kommenden zwei sehr spannenden Jahre. Es gibt viel zu tun“, bekräftigt Johann Dülken nach den Vorstandswahlen.

Achim Fölster und Olaf K. Marx am Stand auf dem Konrad-Adenauer-Platz

Auch in 2019 setzt die SPD ihre regelmäßige, monatliche Sprechstunde für Bürger*innen am Samstagvormittag am Beginn der Gladbacher Fußgängerzone fort. Am 12. Januar war der Schwerpunkt „Mobilität“ mit der besonderen Note „Elektromobilität“. Die Bürger*innen haben interessante Anregungen gegeben und es entstanden fruchtbare Diskussionen.

So wurde vorgeschlagen, mehr Elektrofahrzeuge für den Einsatz als Taxen zu fördern und dafür die Taxistände mit Schnellladestationen auszustatten. Ebenso wurde angemerkt, dass mehr „Dienstfahrräder“ für Mitarbeiter*innen von Unternehmen oder der Stadt mitfinanziert werden sowie Elektro-Lastenräder von Handwerkern für ihre Fahrten im Stadtgebiet eingesetzt werden sollen.

Die Regelung zur gleichzeitigen Benutzung der Fußgängerzone durch Fahrradfahrer und Fußgänger wurde wieder kritisiert, weil die festgesetzten Zeiten nicht eingehalten werden und die Radfahrer teilweise „unflätig“ auf Hinweise auf die geltenden Regelungen antworten.

Es wurden aber auch ganz andere Themen angesprochen, wie beispielsweise die Schwierigkeit in dringenden Fällen schnell Pflegeplätze zu finden.

All diese Anregungen werden aufgenommen und an die zuständigen Mitglieder der SPD-Ratsfraktion oder -Kreistagsfraktion weitergegeben, die sie beantworten, wenn Fragen dahinter stecken.

Andreas Ebert bedankt sich bei Marcel Kreutz und Olaf K. Marx für die gute Zusammenarbeit im Vorstand.

Bevor der neue Vorstand mit voller Kraft ins Jahr startet, wollen wir uns auch auf diesem Wege bei den Mitgliedern des „alten“ Vorstandes bedanken.

Lieber Olaf K., Marcel, Thomas, Erich und Robert: Vielen Dank für Eure Zeit und Eurem Engagement in den letzten Jahren! Ohne Euch hätten wir vieles nicht geschafft!
Wir hoffen, dass ihr uns, dem neuen Vorstand gewogen bleibt.

Die SPD-Fraktion Bergisch Gladbach informiert sich im CBT-Haus St. Raphael.

Jutta Severin (Foto: Dame in der Mitte mit Pralinen), die Leiterin der beiden Wohnhäuser St. Raphael und Maria Königin der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH (CBT) in Paffrath, informierte die SPD-Fraktion Bergisch Gladbach in einem Gespräch vor Ort über die Arbeit in den beiden Einrichtungen.

St. Raphael ist ein Wohnhaus für 58 Menschen mit stationärem Pflegebedarf und einigen Kurzzeitpflegeplätzen. Das Wohnhaus Maria Königin nebenan bietet in 45 barrierefreien Wohnungen betreutes Wohnen an.

v.l. Ute Stauer, Sascha Keimer, Gerd Neu und Michael Zalfen

 

Beim Neujahrsempfang der Stadt Bergisch Gladbach zum Thema „Sportstadt Bergisch Gladbach“ am 6. Januar im Bergischen Löwen waren viele aktuelle und auch ehemalige Mitglieder der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach zu Gast.
Es war spannend zu erleben, was unsere Stadt sportlich alles zu bieten hat – vom AirTrack des TV Herkenrath über die Jumping Fitness des TuS Schildgen 1932 e.V. bis hin zu den Jazz Lights.

Weitere Informationen finden Sie im ArtikelNeujahrsempfang der Stadt Bergisch Gladbach – Lokale Sportlandschaft im Mittelpunkt“.

 

v.l. Andreas Ebert und Vera Werdes

 

v.l. Marta Bähner-Sarembe, Werner Bähner und Waltraud Schneider

 

Robert und Berit Winkels

 

 

Die Anträge des SPD Ortsvereins werden diskutiert.

Was müssen wir dafür tun, dass Bergisch Gladbach eine soziale und klimafreundliche Stadt wird? „Die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen und eine umweltfreundliche Mobilität sind dafür für viele Gladbacher SPD-Mitglieder unerlässlich“, fasst Andreas Ebert, Vorsitzender der SPD Bergisch Gladbach, zusammen.
Die prekäre Lage des lokalen Wohnungsmarktes war ein heiß diskutiertes Thema auf der 2. Jahreshauptversammlung der SPD Bergisch Gladbach. Dabei wurden auch die nun entstandenen Möglichkeiten durch den neuen Flächennutzungsplanes erörtert. Dabei gilt allerdings, dass Grünflächen möglichst erhalten werden sollen. Um diese zwei Positionen in Einklang zu bringen wurden verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Generell erwartet die SPD von der städtischen Planungsverwaltung im ersten Halbjahr 2019 die Vorlage eines wohnungsbaupolitischen Handlungsprogramms auf dessen Basis dann eine sozial gerechtere Stadtentwicklung eingeleitet werden soll. Besprochen wurde zudem die
Möglichkeit der Überbauung von Parkplätzen oder die Aufstockung von Supermärkten mit Wohnungen. Die Überprüfung dieser Möglichkeiten wurde als Auftrag an die SPD-Ratsfraktion gegeben.

Ein weiterer Schwerpunkt war die klimafreundliche Mobilität. Die SPD Bergisch Gladbach befürwortet die Fahrradfreundlichkeit öffentlicher Einrichtungen. Die Stadtverwaltung soll ihren Beschäftigten zudem ein Dienstfahrrad zu günstigen Konditionen anbieten. Die Fraktion wird die Umsetzungsmöglichkeiten nun zunächst in Gesprächen mit der Verwaltung ausloten.

Es wurde zudem von den Sozialdemokrat*innen gefordert, dass die Stadt und der Rheinisch-Bergische Kreis möglichst keine Fahrzeuge mehr mit Verbrennungsmotor kaufen. Stattdessen sollen sie in zukunftsfähige Motoren investieren, wie es der Rheinisch-Bergischen Kreis schon mit der Anschaffung einiger Wasserstoffbusse begonnen hat. Damit soll auch die Dieselproblematik bekämpft werden.

Zudem fordern die SPD-Mitglieder die Bundesregierung dazu auf, die Autokonzerne zur zügigen Nachrüstung zu zwingen. Die Autoproduzenten, die sich ihrer Verantwortung entziehen, müssen zu hohen Strafen verurteilt werden. Weiterhin soll die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, die Belastung durch Verkehrsströme aufgrund von Individualverkehr und Gütertransporten auf der Straße spürbar zu verringern, indem das Schienennetz in der Fläche verbessert und die Digitalisierung im ländlichen Raum beschleunigt wird. Alternative Verkehrskonzepte und alternative Antriebsarten im Öffentlichen Personennahverkehr sowie die Integration von Induktionsstreifen in Straßenbelägen zum Aufladen von Elektromobilen sollen gefördert werden.

Darüber hinaus wird die SPD-Fraktion im Bundestag aufgefordert, der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Erhöhung der Stickoxidwerte von 40 auf 50 Mikrogramm nicht zuzustimmen.

Ferner soll der Anlage einer Diesel-Fahrerdatei aus Datenschutzgründen widersprochen werden.

Insgesamt wurde deutlich, dass sich die Bergisch Gladbacher SPD für einen lokalen Klimaschutz stark macht, der allerdings sozialverträglich sein muss, damit sich jeder das Leben in unserer Stadt leisten kann.

v.l. Ute Stauer, Marcel Kreutz, Klaus W. Waldschmidt, Michael Zalfen, Kastriot Krasniqi und Nikolaus Kleine

Selbst an seinem Geburtstag stellt sich unser stellvertretender Bürgermeister Michael Zalfen in den Dienst der Allgemeinheit und nahm am 18. Dezember an der letzten Ratssitzung in diesem Jahr teil.

Seine Kolleginnen und Kollegen von der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach bedankten sich nach der Ratssitzung bei ihm mit einer Flasche Rotwein.

 

Rede von Klaus W. Waldschmidt (Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach) zur Verabschiedung des Doppelhaushalts 2019/2020

– es gilt das gesprochene Wort –

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Zunächst die gute Nachricht:

Erstmals nach zehn Jahren beschließen wir heute einen Haushalt, der für den gesamten Finanzplanungszeitraum ausgeglichen ist.

Dank unseres Kämmerers Frank Stein und seiner Umsetzung des „Schütt-aus-hol- zurück“-Verfahrens, mit dem stille Reserven aus städtischen Beteiligungen aktiviert werden.

Herr Niewels spricht voraussichtlich von einem Taschenspielertrick.

Aber es ist ein legitimes Vorgehen, das in anderen Kommunen praktiziert und von der Kommunalaufsicht anerkannt wird.

Allerdings ist dessen Potential – es sind 94,2 Mio. EUR – begrenzt und wäre ohne Konsolidierungsmaßnahmen bereits im Jahre 2024 vollständig aufgebraucht.

Eine weitere nachhaltige Konsolidierung des städtischen Haushalts ist zwingend erforderlich.

Bürgermeister und Kämmerer schlagen deshalb eine Anhebung des Hebesatzes bei der Grundsteuer B ab dem Jahre 2020 um jeweils 50 Punkte vor.

Eine Grundsteuererhöhung im Jahre 2020, die insbesondere auch Mieterinnen und Mieter treffen würde, lehnen wir ab. Aufgrund Verbesserungen seit Einbringung des Haushalts in Höhe von 4 Mio. EUR und eines konstanten Kreisumlagehebesatzes bis 2022 ist dies akzeptabel und finanzpolitisch seriös.

Auch im Planungszeitraum bis 2023 und in den Folgejahren wollen wir steuerliche Mehrbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger nach Möglichkeit vermeiden.

Hierzu müssen wir andere Konsolidierungspotentiale erschließen.

In den kommenden Monaten wollen wir deshalb erneut eine Aufgaben- und Standardkritik vornehmen.

Dabei sollen alle städtischen Produkte auf den Prüfstand gestellt werden – auch wenn die Luft nach einem Jahrzehnt unter Haushaltssicherung, unter den Knuten des „Korridors der freiwilligen Leistungen“ und des Kreditdeckels, doch recht dünn erscheint.

 

Unsere Konsolidierungsbemühungen können aber nur dann erfolgreich sein, wenn den Kommunen vom Land nicht ständig weitere Aufgaben und höhere Standards auferlegt werden, ohne auch die erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen.

Aktuelles Beispiel ist die Neuausrichtung der Inklusion an weiterführenden Schulen: wegen Verletzung des Konnexitätsprinzips erwägt die Schulverwaltung, die Zustimmung zur Errichtung von Schulen des Gemeinsamen Lernens für alle Schulen im Stadtgebiet im kommenden Schuljahr zu verweigern.

Von den Entscheidungsträgern im Land erwarten wir künftig die strikte Einhaltung des Konnexitätsprinzips.

Von Bund und Land erwarten wir die zügige Umsetzung des Digitalpakts, damit die digitale Infrastruktur an Bergisch Gladbacher Schulen verbessert und die Mitfinanzierung durch den Bund ermöglicht wird.

Von den Entscheidungsträgern im Kreis erwarten wir, dass sie die Senkung der Landschaftsumlage nicht nur 1:1 an die Kommunen weiterleiten, sondern auch eine dauerhafte und verlässliche Senkung der Kreisumlage beschließen.

Obwohl der Kreisumlagesatz stabil bleibt, müssen die Städte und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises im kommenden Jahr fast 8 Mio. EUR mehr in dessen  Kasse zahlen.

Zudem werden im Kreishaushalt Jahr für Jahr zu hohe Rücklagen gebildet, die letztlich von den Kommunen über die Kreisumlage finanziert werden müssen.

Wir wollen unseren Bürgerinnen und Bürgern aus dem Zwang zur Konsolidierung keine weiteren Lasten zumuten, solange der Kreis im Luxus schwimmt.

Von den Büros im neuen Kreishausanbau können die Beschäftigten in unseren maroden Stadthäusern nur träumen.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Unter der Notwendigkeit weiterer Konsolidierung haben wir die im Stellenplan neu ausgewiesenen Stellen kritisch hinterfragt.

Mit Sorge nehmen wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zur Kenntnis, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Stadtverwaltung am Limit arbeiten.

Die Personalsituation spitzt sich in vielen Bereichen der Verwaltung dramatisch zu.

Dies belegen nicht nur der letzte Bericht des Gemeindeprüfungsamtes, wonach der Personalbestand 279 Stellen unter dem Mittelwert vergleichbarer Kommunen liegt.

Dies belegen leider auch die Krankenstände. Im vergangenen Jahr waren es 32.000 Krankentage.

Allein bei der Feuerwehr sind im letzten Jahr fast 10.000 Überstunden angefallen.

Wir sind der Überzeugung, dass die heute von uns beschlossenen neuen Stellen erforderlich sind, damit bei den Beschäftigten der Stadtverwaltung unzumutbare Belastungen abgebaut werden und den Bürgerinnen und Bürgern eine funktionierende Verwaltung zur Seite steht.

Dies gilt besonders auch für die Städtische Max-Bruch-Musikschule.

Um deren Existenz zu sichern, muss mittelfristig im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten das bereits beschlossene Personalkonzept „70/30“ umgesetzt werden.

Die vorgesehene Honorarerhöhung für die freiberuflichen Musiklehrerinnen und Musiklehrer soll nach Genehmigung des Haushalts bereits mit Wirkung ab Januar 2019 erfolgen.

Künftig muss die städtische Personalwirtschaft den schwierigen Spagat zwischen der Notwendigkeit nachhaltiger Haushaltskonsolidierung und den Erfordernissen einer funktionierenden und bürgerfreundlichen Verwaltung schaffen.

Hierzu erwarten wir von dem Personaldezernenten, Bürgermeister Lutz Urbach, ein kompetentes Personalmanagement.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Notwendige Investitionen in städtische Immobilien wurden jahrelang sträflich unterlassen – zuletzt verursacht durch den Kreditdeckel im HSK.

Experten des Immobilienbetriebes schätzen den Sanierungsstau an unseren städtischen Gebäuden auf 150 bis 200 Mio EUR.

Nach Verlassen der Haushaltssicherung ist ein Sanierungskonzept, das sämtliche städtischen Immobilien erfasst, dringend geboten.

Nur so ist ein weiterer Verfall des Liegenschaftsvermögens zu vermeiden.

Die im Entwurf des Haushaltsplans enthaltenen Investitionen halten wir für zwingend notwendig und unaufschiebbar.

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

neben der Haushaltskonsolidierung steht ganz oben auf der Agenda 2019/2020 der sozialdemokratischen Fraktion die Grundsteinlegung für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums.

Der angespannte Wohnungsmarkt im Umland des Ballungsraums Köln hat erhebliche Verwerfungen auf dem Immobilienmarkt verursacht. Hohe Mieten führen für immer mehr Bergisch Gladbacher Haushalte mit niedrigen Einkommen zu unhaltbaren Belastungen.

Statt Luxuswohnungen mit direktem Autobahnanschluss nach Köln brauchen wir bezahlbare Wohnungen für junge Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Arbeitslose, geförderten Wohnraum für Mitbürgerinnen und Mitbürger mit geringer Rente und angemessene Immobilienpreise und Mieten für Normalverdiener.

Nachdem wir den neuen Flächennutzungsplan beschlossen haben, erwarten wir von der Planungsverwaltung im ersten Halbjahr 2019 die Vorlage eines wohnungsbaupolitischen Handlungsprogramms als Beschlussvorlage, mit dem eine sozial gerechtere Stadtentwicklung eingeleitet wird.

Als Vorbild dienen der SPD-Fraktion die Ziele des Kooperativen Kölner Baulandmodells.

Bauherren, Investoren und Vorhabenträger, die einen Bebauungsplan benötigen, müssen unter klar definierten Rahmenbedingungen verpflichtet werden, einen Teil der zu bauenden Wohnungen in öffentlich gefördertem Wohnungsbau zu errichten.

Auch sind sie an den entstehenden Infrastrukturkosten, beispielsweise Kindergärten, Grünflächen und Kinderspielplätzen, angemessen zu beteiligen.

Notwendig ist ferner eine aktive und entschlossene Bodenvorratspolitik, mit der auch spekulationsgetriebenen Preisentwicklungen entgegengewirkt wird.

Die Realisierung von Bauvorhaben gemeinnütziger Wohnungsbauunternehmen und Genossenschaften ist gescheitert, da keine geeigneten Grundstücke zu einem angemessenen Preis in Bergisch Gladbach zur Verfügung standen.

Hier sehen wir den Stadtentwicklungsbetrieb in der Pflicht, bereits jetzt künftige Potentialflächen zu erwerben.

Ohne Schaffung bezahlbaren Wohnraums fehlt uns die Grundlage für eine nachhaltige und sozial gerechte Stadtentwicklung.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Klaus W. Waldschmidt, Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach

Eine Resolution an die NRW-Landesregierung zur Abschaffung  der Straßenausbaubeiträge für Bürgerinnen und Bürger hat die SPD-Fraktion Bergisch Gladbach auf die Tagesordnung des Rates am 18. Dezember 2018 setzen lassen.

Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender„Konkret geht es in dieser Resolution darum, dass der Rat der Stadt Bergisch die Landesregierung von CDU und FDP dazu auffordert, den §8 des Komm unalabgabengesetzes (KAG NRW)“ so zu ändern, dass die Bürgerinnen und Bürger von den Beiträgen für den Umbau und Ausbau von dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wegen und Plätzen, soweit nicht das Baugesetzbuch anzuwenden ist, befreit werden und die hierdurch den Städten und Gemeinden entstehenden Mindereinnahmen durch das Land zu kompensieren sind“, erläutert SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus W. Waldschmidt.

Ähnliche Resolutionen, die ebenfalls Abschaffung der Straßenausbaubeiträge fordern wurden beispielweise schon von den Räten der Städte Leverkusen (10.12.2018), Radevormwald (11.12.2018) und Morsbach (11.12.2018) verabschiedet.  In Leverkusen sogar auf einen Antrag der CDU-Fraktion, die sich damit gegen die eigene Landtagsfraktion der CDU wendet.

„Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger müssen auch den Bergisch Gladbacher CDU- und FDP-Stadträtinnen und -räten wichtiger sein, als ihre Parteiräson“, bekräftigt Klaus W. Waldschmidt.

Anmerkung: Der Antrag für die Resolution zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge wurde im Stadtrat am 18.12.21018 – gegen das Votum der Verwaltung und gegen die CDU mit den Stimmen von SPD, FDP, Grünen, Linken und mitterechts – angenommen.

Hintergrundinformationen: 

Wenn eine kommunale Straße erneuert oder verbessert wird, beteiligt die jeweilige Gemeinde nach § 8 Abs. 1 und 2 KAG NRW die Grundstückseigentümer an den dabei entstehenden Kosten. Grundlage für die Berechnung des Beitrags sind die Grundstücksgröße, die Nutzung des Grundstücks und die Art der Straße.

Für Anliegerstraßen ist in diesem Zusammenhang der Anteil für die Beitragspflichtigen grundsätzlich höher als für Hauptverkehrsstraßen. Im letzteren Fall ist nämlich eine höhere Nutzung durch die Allgemeinheit gegeben als bei reinen Anliegerstraßen. Die Straßenausbaubeiträge sind in erhebliche Kritik geraten, da die Beitragsbelastungen für die betroffenen Grundstückseigentümer im Einzelfall sehr hoch sind und bis in den vier- oder sogar fünfstelligen Bereich reichen können. Diese Beitragsforderungen sind insbesondere für junge Familien, Geringverdiener, Alleinstehende oder Rentner kaum oder nicht zu finanzieren und bringen viele Beitragspflichtige in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Auch die Möglichkeiten von Stundung und Ratenzahlungen können die dargestellte Problematik der starken finanziellen Belastung von Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern nicht beseitigen. Die derzeitige Rechtsanwendung des KAG berücksichtigt nicht die persönliche oder wirtschaftliche Situation der Bürger. Allein die Werthaltigkeit eines Grundstückes führt nicht zur Liquidität des Grundstückseigentümers.

Die Kosten für den Wegfall der Anliegerbeiträge nach KAG für ganz NRW wurden im Rahmen eines Berichts der Landesregierung an den Ausschuss für Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen des Landtags Nordrhein-Westfalen vom 1. Oktober 2018 mit einem jährlichen Betrag zwischen 112 Millionen und 127 Millionen Euro angegeben.

Andreas Ebert überreicht die Urkunde für 50 Jahre Parteimitgliedschaft an Werner Bruns.

Die SPD Bergisch Gladbach hat ein politisch ereignisreiches Jahr hinter sich: „Wir durften 44 neue Mitglieder begrüßen (Stand 14. Dezember), von denen sich einige schon sehr aktiv in ihrer SPD vor Ort engagieren. Darüber freuen wir uns sehr! Zudem ging es sowohl um die großen politischen Themen, wie die Debatte und das Mitgliedervotum über die Große Koalition sowie die Regierungsarbeit in Berlin, als auch um die lokalen Themen vor Ort wie den neuen Flächennutzungsplan und den Dauerbrenner Kinderbetreuung. Eins wird dadurch deutlich: Die SPD lebt nach innen und nach außen. Zusammen mit unseren aktiven Mitgliedern setzen wir das Projekt #SPDerneuern um“, fasst Andreas Ebert, Vorsitzender der SPD Bergisch Gladbach, zusammen. Ein guter Grund am Ende des Jahres ganz traditionell bei gutem Essen und Trinken das Jahr Revue passieren zu lassen und langjährige Mitglieder zu ehren.

Dr. Werner Bruns wurde für 50 Jahre Parteimitgliedschaft geehrt. In seiner Dankesrede erzählte er über seine Anfänge in der SPD und auch seine Verbundenheit zu Hans-Jürgen Wischnewski („Ben Wisch“). Er wünschte dem Ortsverein für das kommende Jahr „alles erdenklich Gute und das im nächsten Jahr ein Aufbruch innerhalb der SPD sichtbar wird.“

Außerdem wurden Bettina Häusling, Peter Dammeier, Rita Faust, Johannes Schlüter, Jürgen Klaas, Prof. Dr. Andre Kaiser und Hans Joachim Zwanzig für 40 Jahre Parteimitgliedschaft ausgezeichnet.

Für 25 Jahre Parteimitgliedschaft wurden Frank Langanki, Udo Klemt, Dirk Hammesfahr, Erkan Cöcü, Trudi Höller-Radermacher, Roman A. Wilhelm, Martin van Almsick, Armin Hahmann und Jürgen von Schönfeld geehrt.

Willy Joppich, Maren Gockel, Kastriot Krasniqi, Jannis Genau, Guido Schneeloch, Dagmar Göring, Christina Vermöhlen, Imam Özmen und Klemens Delgoff wurden für 10 Jahre Parteimitgliedschaft ausgezeichnet.

Während der Jahresabschlussfeier wurden, wie im letzten Jahr, Spenden für zwei lokale karitative Initiativen gesammelt. Eddi Stoffel und Christina Frey stellten das Heilpädagogische Kinderheim in Bensberg vor. Brigitta Opiela informierte über die Projekte für die geflüchteten Menschen in der Unterkunft in Lückerath.

Insgesamt sind an diesem Abend 835 Euro für die beiden Initiativen zusammengekommen. Das heißt jedes Projekt erhält 417,50 Euro, um damit Gutes zu tun. „Wir Sozialdemokrat*innen möchten den Menschen in unserer Stadt eine kleine Freude machen, denen es nicht so gut geht“, so Andreas Ebert.